mod.ColorCount

v1.08 07.08.26


Color Count
Bild 1: Ein vielfarbiges Bild (IFLI)

Color Count
Bild 2: Ein (mögliches) Hires-Bild

Color Count
Bild 3: Ein reines Multicolor-Bild

ColorCount ist ein Diagnose-Tool. Es zählt die Anzahl der Farben im Bild.

Was wird angezeigt?

TrueH:
Zuerst sind das tatsächlich alle Farben, die der Lader im Bild festgehalten hat, d.h. es wird jeder einzelne der 64000 Pixel des Bildes auf seine Färbung untersucht, ohne Rücksicht auf die Darstellungsmodi des C64 zu nehmen (wir nennen das "True Hires"). In Bild 1 waren alle C64-Farben (bzw. GoDot-Graustufen) vertreten (TrueH, hier: 16).

RendM:
Als zweites zählt ColorCount, wie viele Farben zu sehen wären, wenn man das Bild im Multicolor-Modus rendern würde (ebenfalls Bild 1, RendM; hier: wieder 16).

RealM:
Auch die folgende Anzeige, RealM (hier: 11), gibt gezählte Multicolorpixel wieder. Der Unterschied zwischen RendM und RealM besteht darin, dass GoDot beim Rendern des Bildes in Multicolor (zur Erinnerung: das ist der C64-Grafikmodus mit halber x-Auflösung und dafür doppelt breiten Pixeln) aus Geschwindigkeitsgründen nur jeden zweiten 4Bit-Pixel berücksichtigt, und zwar immer den rechten. Dies wird bei ColorCount/RendM genauso gehandhabt. RealM dagegen zählt eine Farbe nur dann, wenn sie tatsächlich als Doppelpixel vorliegt, also als echter Multicolor-Pixel. Unterscheiden sich die Angaben bei RendM und RealM (wie hier), handelt es sich beim untersuchten Bild nicht um ein Bild im Multicolor-Modus. Ein solches liegt nur dann vor, wenn alle vier angezeigten Werte gleich sind (wie in Bild 3).

TrueM:
Viertens interpretiert ColorCount die 4Bit-Bilddaten so, dass es von einer Bilddarstellung im IFLI-Modus ausgeht und gibt an, wie viele (von 136 scheinbar möglichen) Farben dabei entstehen würden (das nennen wir TrueM; "True Multicolor", in Bild 1: 40 Farben). Die Angabe bei RealM in der Zeile darüber bezeichnet weiterhin die Anzahl der reinen C64-Farben in dieser Menge (also 11 von 40), sodass das Bild 29 scheinbare IFLI- und elf echte C64-Farben enthält (mehr Beispiele bei Lader GIF). Übrigens kann GoDot ein Bild in True Multicolor anzeigen, wenn es auf einem Mega65 läuft, ansonsten nimmt man dafür DisplayIFLI oder die IFLI-Diashow.

In Bild 2 ist ein farbiges Hires-Bild untersucht worden. Sehr oft (aber nicht zwangsläufig!) sind in Hires-Bildern die ersten drei ColorCount-Werte gleich, nur der TrueM-Wert weicht ab. Da ColorCount keine Zählung im echten C64-Hires-Modus durchführt (wo nur max. zwei Farben pro Kachel vorkommen und gezählt werden dürften), ist ein solches Dreifachergebnis nur ein Indiz dafür, dass das untersuchte Bild ein echtes Hires-Bild darstellt (und dann im Hires-Modus gerendert werden sollte).

Ein echtes Multicolor-Bild (z.B. ein Koala) zeigt vier gleiche Werte an (Bild 3).

Das Preview-Gadget ist auch in ColorCount aktiv.

Hinweis: Will man wissen, welche Farben bei der ColorCount-Anzeige gezählt wurden und welchen Anteil diese am Bild haben, wechselt man zu Histogram. Will man wissen, an welcher Stelle genau diese Farben lokalisiert sind, verwendet man QuickMask.

Zusammenfassung:
· Ein (farbiges) Hires-Bild (z.B. von Doodle) würde bei TrueM von den anderen Angaben abweichende Werte anzeigen. (Zudem sind genau gleiche Werte bei TrueH, RendM und RealM rein zufällig, aber häufig.)
· Bei einem echten Multicolorbild (z.B. Koala) zeigt ColorCount viermal den gleichen Wert an.
· Bei einem IFLI-Bild (üblicherweise ein Bild von einem Fremdrechner) gibt ColorCount die Gesamtzahl der im konvertierten Bild enthaltenen Farben an (in Bild 1 z.B. 40 von max. 136) und unter RealM die Anzahl der echten, reinen C64-Farben (hier: 11). So berechnet sich daraus die Anzahl der vom Renderer erzeugten Pseudofarben: 40 minus 11 gleich 29 Pseudofarben.


Korrespondierende Module:
· HowMany · Histogram · QuickMask


zurück - zum Standardmodifier-Menü

Arndt Dettke
support@godot64.de