How To GoDot

Ein illustrierter Überblick über Bildbearbeitung mit dem C64 Image Processor GoDot


Diese Webseiten behandeln das einzige jemals für den C64 erhältliche Bildbearbeitungsprogramm: GoDot. Es erschien erstmalig im Juli 1993 im deutschen Computermagazin 64'er als sogenanntes "Programm des Monats". GoDot wurde in Aussehen, Aufbau, Bedienung und Zweck dem Amiga-Programm Art Department Professional 2.0 nachempfunden.

Bildbearbeitungsprogramme dienen nicht zum Malen von Bildern, sondern verwandeln vorhandenes Material mithilfe von gezielt eingesetzten Umwandlungsfunktionen in neue Bilder mit neuen Eigenschaften. GoDot bietet eine große Fülle solcher Funktionen in Form von nachladbaren Modulen (heute würde man sagen: "Apps"), deren jeweiliges Anwendungsgebiet und Wirkungsweise auf diesen Seiten mit vielen anschaulichen Bildbeispielen erläutert werden.

Dieses User-Manual wurde 1995 im 64'er Magazin als Serie "How To GoDot" begonnen und später in mehreren anderen Publikationen weitergeführt (in der GO64 und in den nicht mehr bestehenden amerikanischen Club-Newslettern Lucki Report und UCUGA Digest). Nunmehr wird hier auf godot64.de laufend der aktuelle Stand der Entwicklung veröffentlicht.

Wer an den Quellcodes von GoDot interessiert ist, kann auf GitHub nachlesen, was gerade in der "Entwicklungsabteilung" passiert.


GoDot Online Manual


[ zur GoDot-Startseite ]

Arndt Dettke
support@godot64.de
Auszug aus dem C64-Wiki: GoDot ist ein sogenanntes Bildbearbeitungsprogramm. Programme dieser Art dienen dazu, fertige Bilder (aus Malprogrammen, von Scannern, von Videodigitizern, von anderen Computerplattformen) weiterzuverarbeiten. Weiterverarbeitung bedeutet, dass aus einem Ausgangsbild mithilfe bestimmter Algorithmen ein neues Bild errechnet wird, das andere Eigenschaften aufweist als das Ursprungsbild. Beispiele dafür sind: - Konvertierung von einem Grafikmodus in einen anderen - Konvertierung von einem Speicherformat in ein anderes Veränderung eines Bildes, um -- es optisch zu verbessern -- es zu verfremden -- die Anzahl der enthaltenen Farben zu erhöhen oder zu vermindern störende Bildteile zu entfernen -- neue Bildteile hinzuzufügen - Vorbereitung von Bildern zur Ausgabe auf andere Geräte (wie Drucker) Beschreibung Damit GoDot alle diese Tätigkeiten überhaupt übernehmen kann, verwandelt es die zu bearbeitenden Bilder beim Einlesen in ein eigenes, besonderes Format, das die Grafikbeschränkungen des C64 umgeht, indem es jeden einzelnen Bildpunkt unabhängig von allen anderen abspeichert (True Hires). Jeder Bildpunkt (Pixel) im Bildspeicher GoDots wird als einzelner 4Bitwert abgespeichert und kann einzeln beeinflusst werden (4Bit-Format). Dabei interpretiert GoDot diese vier Bits je nach Anwendungszweck als C64-Farbe (16 verschiedene Farben) oder als eine von 16 Graustufen. Die Bildanzeige GoDots ist voreingestellt auf den Multicolor-Modus des C64. GoDot ist ein mausgesteuertes Programm (Maus 1351) mit einer (konfigurierbaren) grafischen Benutzeroberfläche (GUI), die zeichensatzbasiert ist. Der Mauszeiger lässt sich auch mit einem Joystick oder von der Tastatur aus bewegen. Das Programm ist dafür ausgelegt, Speichergeräte mit möglichst viel Kapazität und Geschwindigkeitsvorteil zu nutzen (REU, RAMLink, CMD-HD, CMD-FD). Darüber hinaus kann es Geräte einbinden, die zusätzlichen Speicherplatz aufweisen, diesen aber normalerweise anders verwenden (VDC des C128, Pagefox). GoDot war das letzte und am höchsten dotierte Programm des Monats der Vollversion des Computermagazins 64'er und erschien im Heft 7/1993. Die Arbeit an GoDot begann im Jahr 1991, als Wolfgang Kling, damals Amiga-Nutzer mit einem Faible für das Amiga-Bildbearbeitungsprogramm Art Department Professional (ADPro), Arndt Dettke ansprach, ob er in der Lage sei, bestimmte Algorithmen zur Bearbeitung von Grafik in Maschinensprache zu codieren und dazu eine ADPro-ähnliche Bedienoberfläche zu entwickeln. GoDot wurde modular konzipiert und wird aus diesem Grunde bis heute von Arndt Dettke weiterentwickelt.