GoDots zugrundeliegende Anordnung der Farben im Grafikmodus folgt dem Prinzip des Hell-Dunkel-Verlaufs. In Wahrheit verwaltet GoDot nicht Farben, sondern Helligkeiten, d.h. Graustufen. Hardwareseitig gibt der C64 neun Graustufen ab: Rufen sie den Palette-Requester auf und drehen Sie die Farben aus Ihrem Monitor heraus. Im unteren Farbengadget erkennen Sie deutlich, was gemeint ist. GoDot kennt insgesamt aber 16 Graustufen, also mehr als angezeigt werden können. Den Graustufen werden auf rechnerischem Wege die Farben zugeordnet.
Das bedeutet, daß alle Bilder, die in den Speicher von GoDot gelangen, zunächst in dieses 16-Graustufen-Format (4Bitformat) umgewandelt werden. Die Vorteile sind nun, daß per Klick eine Farbe im ganzen Bild durch eine andere ersetzt werden kann, bzw. zwei ähnliche Farben einfach zusammenzufassen sind (mod.ApplyDither), und daß Bilder auch im Schwarzweißdruck originalgetreu bleiben (Druckvorbereitung).
GoDot startet (normalerweise, siehe "god.ini") mit der Moduseinstellung Multi in 16 Farben/Graustufen, ablesbar im "Screen Controls"-Fenster. Die Anzahl der darzustellenden Farben/Graustufen stellt man ein, wenn man auf das Gadget hinter Colors klickt: ein Klick auf der rechten Gagdetseite zählt aufwärts, links abwärts. Danach ruft man den Paletterequester auf und sieht dort im unteren Teil einen entsprechend langen Farbenbalken. Jeder Anzahl von Farben ist eine optimale Graustufenfolge zugeordnet, die man per Default-Gadget anwählt. Das Display-Gadget rendert dann das Bild mit der getroffenen Farbauswahl (genauso wie Display in Screen Controls). Bei Nichtgefallen macht man die letzte Aktion rückgängig (mit Undo) oder ändert Farben. Dazu klickt man im oberen Farbenbalken die gewünschte Farbe (sie erscheint dann im kleinen Fenster rechts) und setzt sie durch einen weiteren Klick im unteren Farbgadget dort ein.
Änderungen einzelner Farben ermöglichen interessante Effekte.
Copyright © 1996, A. Dettke, Last Updated - 25.04.97